Pflegeanleitung für Marimo-Mooskugel

Aegagropila linnaei (syn. Aegagropila brownii) · Pithophoraceae

Marimo-Mooskugel (Aegagropila linnaei (syn. Aegagropila brownii)) ist eine Wasserpflanze. Sie gehört zur Familie Pithophoraceae. Stammt aus Süßwasserseen der eiszeitlich geprägten nördlichen Hemisphäre (Nord- und Mitteleuropa, Japan). Kugelbildende Kolonien sind selten: Der Akan-See (Hokkaido) ist heute der einzige See mit Riesenbällen, und die Kolonie im Mývatn-See (Island) war bis 2014 fast vollständig verschwunden. Lichtbedarf: gering. Wassertemperatur: 15°C – 24°C (browns in water above ~28°C). pH: 6.0 – 8.5. Schwierigkeit: Einfach. Wachstum: sehr langsam (etwa 5mm pro jahr).

Wie pflegt man Marimo-Mooskugel?

LichtGering (vor direkter Sonne schützen)
CO₂Nicht erforderlich
Temperatur15°C – 24°C (browns in water above ~28°C)
pH6.0 – 8.5
PlatzierungLiegend auf dem Bodengrund oder eingebettet zwischen Steinen
WachstumSehr langsam (etwa 5mm pro Jahr)
SchwierigkeitEinfach
FamiliePithophoraceae

Wie schneidet und vermehrt man Marimo-Mooskugel?

Kein Rückschnitt erforderlich. Hin und wieder wenden, damit alle Seiten Licht erhalten und die Kugel rund bleibt, und gelegentlich unter fließendem Wasser auswaschen, um Ablagerungen zu entfernen. Vermehrung durch Zerteilen in Stücke – diese runden sich mit der Zeit langsam wieder ab oder bilden einen Teppich, wenn sie auf Steine oder Wurzelholz aufgebunden werden.

Welche Probleme können bei Marimo-Mooskugel auftreten?

Braune Stellen bei zu warmem Wasser (beobachtet ab ~28°C) oder bei direkter Sonne. Winzige gestreifte Muschelschalen auf oder im Inneren einer Kugel sind invasive Wandermuscheln (Zebramuscheln), die 2021 im Mooskugel-Handel entdeckt wurden.

Wie behebt man Probleme bei Marimo-Mooskugel?

Kühl und schattig halten und braune Teile abzupfen. Wenn du Wandermuscheln findest, vernichte die Kugel (≥24 h einfrieren, ≥1 min abkochen oder mit Bleiche behandeln), entsorge sie in einem versiegelten Beutel im Müll, dekontaminiere das Becken und melde den Fund.

Woher stammt Marimo-Mooskugel?

Süßwasserseen der eiszeitlich geprägten nördlichen Hemisphäre (Nord- und Mitteleuropa, Japan). Kugelbildende Kolonien sind selten: Der Akan-See (Hokkaido) ist heute der einzige See mit Riesenbällen, und die Kolonie im Mývatn-See (Island) war bis 2014 fast vollständig verschwunden · Biotop-Regionen: East Asia, Europe.

Was sollte man vor dem Kauf von Marimo-Mooskugel wissen?

Im März 2021 wurden in den USA verkaufte Marimo-Kugeln mit invasiven Wandermuscheln (Zebramuscheln) entdeckt; bis Ende April hatte befallene Ware 46 Bundesstaaten erreicht. Verdächtige Kugeln durch Einfrieren, Abkochen oder Bleiche abtöten und niemals in Abflüsse, Gewässer oder den Garten geben. Wilde Marimo-Bestände stehen in Japan (seit den 1920er-Jahren) und in Island (seit 2006) unter gesetzlichem Schutz.

Quellen

  1. Marimo — Wikipedia
  2. Notulae Algarum No. 293 (26 Sept 2023) — correct name Aegagropila brownii — Notulae Algarum
  3. The structure and formation of giant Marimo (Aegagropila linnaei) in Lake Akan, Japan — PMC / peer-reviewed
  4. Aegagropila linnaei — Tropica
  5. Aegagropila linnaei – Marimo — Flowgrow Aquatic Plant Database
  6. Invasive Zebra Mussels Found in Moss Balls — U.S. Fish & Wildlife Service
  7. Aegagropila linnaei — Aquasabi

Pflegeangaben am 2026-09-23 mit diesen Quellen abgeglichen.

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