Pflegeanleitung für Rippenqualle (Meeresnuss)

Rippenqualle (Meeresnuss) (Mnemiopsis leidyi)

Mnemiopsis leidyi · Mnemiopsidae

Rippenqualle (Mnemiopsis leidyi) ist ein Aquarientier. Sie gehört zur Familie Mnemiopsidae. Stammt aus Küsten- und Ästuargewässer des westlichen Atlantiks, Amerika. Invasiv im Schwarzen, Asowschen, Kaspischen Meer sowie in Ostsee- und Nordseeregionen. Ein Ctenophor (Stamm Ctenophora), keine echte Qualle.. Wassertemperatur: 14°C – 18°C. pH: 7.8 – 8.1. Schwierigkeit: Schwierig.

Wie pflegt man Rippenqualle (Meeresnuss)?

LichtBraucht kein Licht. Die Laborkultur nutzt einen 12-h-Hell-Dunkel-Rhythmus; das Laichen folgt auf die Dunkelheit (etwa 5-8 h nach Sonnenuntergang).
Temperatur14°C – 18°C
pH7.8 – 8.1
PlatzierungRundes Becken im Kreisel-Stil, ab 6-15 L, mit Siebauslass, gekühlt. Salzgehalt etwa 28-30 ppt. Kein Substrat, keine Steine oder Dekoration; die Tiere treiben im freien Wasser.
WachstumErwachsene etwa 7-12 cm, zu etwa 97 Prozent Wasser. Erreichen in etwa 3-4 Wochen über 30 mm. Ein Individuum wurde in einer Laborkultur über 3,5 Jahre gehalten.
SchwierigkeitSchwierig (spezialisierter Planktonfresser, sehr zerbrechlich; keine Anfängerart)
FamilieMnemiopsidae

Wie schneidet und vermehrt man Rippenqualle (Meeresnuss)?

Routinewartung eines gekühlten Meerwasser-Kreislaufsystems: unverzehrtes Lebendfutter entfernen und Zu- und Ablaufsiebe sauber halten, damit die Strömung sanft bleibt. Täglich lebendes Plankton füttern (Rotatorien, frisch geschlüpfte Artemia, Copepoden); eine abwechslungsreiche Kost über Wochen sorgt für gutes Laichen. Simultaner Hermaphrodit, der sich selbst befruchten kann; die Larven sind planktonisch.

Welche Probleme können bei Rippenqualle (Meeresnuss) auftreten?

Der Körper reißt bei Kontakt mit Sieben, Wänden, Luftblasen oder starken Strahlen. Eiproduktion oder Schlupf sind bei einseitiger Kost schlecht. Die Tiere schrumpfen und verfallen bei zu wenig lebendem Plankton oder zu warmem Wasser.

Wie behebt man Probleme bei Rippenqualle (Meeresnuss)?

Sanfte Kreisströmung, Siebauslässe und keine Blasen verwenden; Tiere nur in einem Behälter unter Wasser umsetzen, niemals durch die Luft. Rotatorien, Artemia und Copepoden über mehrere Wochen abwechseln. Täglich Lebendfutter geben und den gekühlten Bereich halten.

Woher stammt Rippenqualle (Meeresnuss)?

Küsten- und Ästuargewässer des westlichen Atlantiks, Amerika. Invasiv im Schwarzen, Asowschen, Kaspischen Meer sowie in Ostsee- und Nordseeregionen. Ein Ctenophor (Stamm Ctenophora), keine echte Qualle.

Was sollte man vor dem Kauf von Rippenqualle (Meeresnuss) wissen?

Kein Stich: Rippenquallen besitzen nicht die Nesselzellen echter Quallen. Niemals in natürliche Gewässer entlassen oder Aquarienwasser im Freien ablassen: Ballastwasser brachte sie in den 1980er-Jahren ins Schwarze Meer, wo sie auf Hunderte pro Kubikmeter anwuchs und mit dem Zusammenbruch der Fischerei in Verbindung gebracht wurde; später breitete sie sich im Kaspischen Meer (späte 1990er) und in der Ostsee aus. Geschlossene Systeme nutzen und Abwasser sterilisieren.

Quellen

  1. Mnemiopsis leidyi — Wikipedia
  2. Stable laboratory culture system for the ctenophore Mnemiopsis leidyi — PubMed Central (peer-reviewed methods paper)
  3. Bolinopsis infundibulum — Reeflex marine animal database
  4. Mnemiopsis meeting report (Caspian Environment Programme) — IW:LEARN archive of Caspian Environment Programme

Pflegeangaben am 2026-10-07 mit diesen Quellen abgeglichen.

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